Adventsmusik in der Kirche Wattweiler mit dem evangelischen Kirchenchor
Der evangelische Kirchenchor Wattweiler veranstaltete am Sonntag ein Adventskonzert. Gesungen wurden die „Deutsche Ökumenische Messe“ von Franz Josef Siegel und die „Missa Serena“ von Hermannjosef Rübben.
Quelle: Pfälzischer Merkur Mitarbeiter: Peter Fromann Zweibrücker Zeitung 05. Dezember 2011 Wattweiler. „Sind zwei Messen des Guten zu viel“, fragte sich Pfarrer Wolfgang Kafitz zu Beginn der Adventsmusik am Sonntagmittag in der voll besetzten Kirche in Wattweiler. Nun war die erste Messe von Franz Josef Siegel die „Deutsche ökumenische Messe“ für gemischten Chor und Orgel, in Deutsch getextet. Während die typische katholische Messe ja in lateinischer Sprache gesungen wird, wie die „Missa serena“ von Hermannjosef Rübben, die als zweite Messe gesungen wurde. Schon aus diesem Grunde kein zu viel! Beide Komponisten sind Zeitgenossen.
Die Adventsmusiken sang der evangelische Kirchenchor bisher immer zusammen mit dem Männerchor Wattweiler. Der hat sich aber leider im vergangenen Jahr aufgelöst. Erkrankungen führten gehäuft zu Ausfällen, so dass eine ordentliche Weiterführung nicht mehr möglich war. Das schmälerte natürlich heuer leicht den Gesamteindruck, jedoch ohne qualitative Einbußen im Einzelnen. An Orgel und Klavier spielte Johannes Sossalla ohne Fehl und Tadel. Die Gesamtleitung hatte Walter Schneider inne.
Franz Josef Siegel war persönlich anwesend. Nach dem Konzert war im Gemeinderaum zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Walter Schneider befragte dabei den Komponisten nach seinem Eindruck der Aufführung und was er sich eventuell verbessert wünsche.
Die Messe ist kurz und kompakt komponiert. Kyrie, Gloria, Sanctus mit viel Ausdruck und Tiefe, authentisch sagt man heute.
Ausführlicher Hermannjosef Rübben mit jubelndem Gloria und andächtigem Agnus Dei. Auch hier musikalisch keine Extravaganzen oder Avantgardismen, doch mehr aus dem Volksliedhaften herausgelöst, musikalisch anspruchsvoller. Es wird kraftvoll gesungen, in innigem Zusammenklang, vereinzelte Soloansätze gelingen gut. Es ist immer wieder erstaunlich, wie eindruckvoll Walter Schneider außergewöhnliche Programme zusammenzustellen und auszuführen versteht. Zum Abschluss sangen alle „O du fröhliche“. |