Zehn Jahre im Dienste der Heimat PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 08:00 Uhr

Jubiläumsfeier des Fördervereins am 30. Oktober im Saal Marschall in Wattweiler

Ein großer Riss im Mauerwerk des Ehrenmals in Wattweiler veranlasste die Bewohner des Zweibrücker Ortsteils 2001, einen Denkmal- und Heimatpflegeverein zu gründen. Mit einem kleinen Fest feiern die Mitglieder nun ihr zehnjähriges Bestehen.

Quelle:
Pfälzischer Merkur
Merkur-Mitarbeiter: Peter Fromann
Zweibrücker Zeitung
20. Oktober 2011

Wattweiler. „Bis zur Jahrtausendwende sahen wir keinen Grund, einen Denkmal- und Heimatpflegeverein in Wattweiler zu gründen, denn eigentlich gibt es ja bei uns schon genug Verein“, sagt Vorsitzender Walter Schneider. Doch mit den Jahren war ein großer Riss im Mauerwerk des Ehrenmals neben der Kirche immer breiter geworden und das ganze Denkmal neigte sich leicht nach vorne. Das Bauamt schätzte den Schaden auf 20 000 DM, also etwa 10 000 Euro. Eine Spendenaktion sollte fehlendes Geld einbringen und Eigenleistung die Baukosten verringern. Gesagt, getan. „So kam es dann 2001 zur Gründung des Fördervereins für Denkmal- und Heimatpflege“, berichtet der Vorstand, vertreten durch Walter Schneider und Kassenwart Dietrich Gaub, den sehr genauen Chronisten und Ahnenforscher. 23 Mitglieder zahlen im Jahr 18 Euro als Mitgliedsbeitrag.

Die Sanierung des Ehrenmals entpuppte sich dann als wahre Knochenarbeit. 4500 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden geleistet. Auch die Friedhofsmauer wurde anschließend saniert. „Heute könnten wir altersbedingt solch schwere Arbeit nicht mehr machen“, betont Schneider.

Jedes Quartal gibt der Verein eine zwölfseitige Broschüre heraus, die sich einem Thema widmet, das mit Wattweiler zu tun hat – Material, das in einer noch zu schreibenden Chronik Verwendung finden wird. Vorläufig letzter körperlicher Kraftakt war die Sanierung des Pumphäuschens am Kettersbergerhof in diesem Jahr. Regelmäßig mit Blumenschmuck verziert wird die Dorfstraße im oberen Bereich. Und die Wanderwege werden gepflegt.

Bei der kleinen Feier am Sonntag, 30. Oktober, um 14 Uhr im Saale Marschall wird auch der erste Ortskalender für 2012 vorgestellt, und es werden Bilder, Dokumente und Ahnentafeln erstmalig ausgestellt. „Ich konnte meinen Stammbaum bis ins Jahr 1490 zurückverfolgen“, sagt Kassenwart Gaub stolz. Es verspricht eine interessante Ausstellung zu werden.