Fussballspiel der Woche: TuS Wattweiler schlägt ersatzgeschwächte Hornbacher mit 4:0 und bringt Meisterschaft der Kreisliga West in trockene Tücher
ZWEIBRÜCKEN. Mit einem sportlichen Spaziergang hat der TuS Wattweiler gestern die Meisterschaft in der Kreisliga West festgezurrt. Beim 4:0 (4:0) gegen den SV Hornbach genügte eine halbe Stunde druckvoller Fußball, um einen deutlichen Sieg einzufahren.
Quelle: Die Rheinpfalz Zweibrücker Rundschau Lokalsport 21. Mai 2012
Der befürchtet schwere Gang gegen die Hornbacher - in der Vorrunde verlor der TuS bei den Grenzstädtern noch mit 2:3 - war es nicht. Bereits mit einem Blick auf die Hornbacher Mannschaftsaufstellung dürften sich die Mienen der Gastgeber aufgehellt haben. „Bei uns haben acht Stammspieler gefehlt”, haderte der ebenfalls verletzt hinter der Bande stehende Hornbacher Coach Almir Melunovic nach dem Abpfiff. „Gerade Spieler wie Sascha Stephan, Marco Pander, Oliver Dahlhauser und Christopher Ralph können wir nicht gleichwertig ersetzen. Dafür ist unser Kader zu klein.”
Melunovic selbst kuriert noch einen Kreuzbandriss aus. „So war für uns heute nichts zu holen. Bei den ersten beiden Toren haben wir zu tief gestanden, und Wattweiler mit seiner tollen Offensive hat dies direkt ausgenutzt. Dem TuS herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg, der ist total verdient.”
Das Spiel begann mit einer druckvollen Phase der Wattweiler Mannschaft, die Hornbach niemals zur Entfaltung kommen ließ. Besonders das Sturmduo Gjevdet Shabani und Philipp Jakob wirbelte die Gäste-Abwehr gehörig durcheinander. Nach zehn Minuten foulte Hornbachs Patrick Hanke Shabani im Strafraum, Dirk Dotterweich verwandelte den Strafstoß sicher. Shabani legte nach 25 Spielminuten nach. Zwei schön herausgespielte Tore von Philipp Jakob nach jeweils klasse Vorarbeit des Kreisliga-Torschützenkönigs Shabani sorgten bereits in den ersten 45 Minuten für die Entscheidung.

In der zweiten Halbzeit kam von beiden Mannschaften nichts mehr. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete Wattweiler zwei Gänge zurück, und war mit den Gedanken wohl schon bei der anschließenden Aufstiegsfeier. Auf Hornbacher Seite wechselte Melunovic dreimal durch, in den richtigen Spielfluss fand seine Mannschaft aber nicht mehr. Die einzig nennenswerte Chance der Gäste war kurz vor der Pause ein Schuss von Thomas Wolf gewesen, der noch am Außenpfosten kratzte.
Nach dem Spiel brachen auf dem Wattweiler Rasen dann alle Dämme. In Aufstiegs-T-Shirts feierten die TuS-Akteure die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse. In seinem dritten und letzten Trainerjahr in Wattweiler hat Spielertrainer Christian Kolenda sein Ziel erreicht. „Das Spiel heute war viel leichter, als wir dachten, Hornbach war doch stark ersatzgeschwächt. Bei denen haben Schlüsselspieler gefehlt. Aber trotz allem denke ich, dass der Aufstieg mehr als verdient ist. Wir waren die ganze Runde über oben.” Spielerisch habe sein Team überzeugt, auch die Moral in der Truppe habe gestimmt. „Jetzt wird erstmal gefeiert. Für morgen haben sich alle Spieler frei genommen. Morgen früh treffen wir uns um 10 Uhr zum Frühschoppen, dann geht's weiter.”
Trotz des Aufstiegs verliert der TuS Wattweiler einige Akteure. Spielertrainer Kolenda, Torhüter Sebastian Bachmann und die Feldspieler Alexander Weirich, Patrick Schatke und Maxim Wald treten aus privaten oder beruflichen Gründen kürzer und wurden vor dem Anpfiff verabschiedet. Auch für den Sportlichen Leiter Heiner Stephan war es die letzte Saison als Verantwortlicher. „Alle Spieler behalten aber ihre Pässe hier. Kein einziger wechselt zu einem anderen Verein. Auch das zeigt die gute Kameradschaft, die wir uns im Laufe der Saison erarbeitet haben”, freut sich Kolenda, der also im Notfall als Spieler nochmal einspringen könnte. (anbl)
So spielten sie TuS Wattweiler: Bachmann - Schatke - Weirich, Sascha Giesler, Simon (75. Schön) - Daniel Giesler, Kolenda (59. Staniszewski), Dotterweich, Edlmann - Shabani (53. Paul), Jakob SV Hornbach: Danner - Povak, Sylejmani, Hanke (ab 46. Ludwig), Neumüller (46. Panter) - Lücke, Marcel Neufang, Qela, Wolf - Bequiri, Jan Neufang (46. Fagbuyi)
Tore: 1:0 Dotterweich (10., Foulelfmeter), 2:0 Shabani (25.), 3:0 Jakob (40.), 4:0 Jakob (42.) - Gelbe Karten: Marcel Neufang, Neumüller - Gelb-Rote Karte: Lücke (58.) - Beste Spieler: Shabani, Jakob, Kolenda - Marcel Neufang - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Grundwald (Ramstein). (anbl) |