Viele Unterschriften gegen Neubaugebiet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 19. August 2011 um 10:00 Uhr

WattweilerNeuer Ortsmittelpunkt Thema im Ortsbeirat Wattweiler

„Fast halb Wattweiler ist gegen das Neubaugebiet ,Verlängerung Rebenstraße' und will das grüne Herz des Stadtteils erhalten”, sagte Thomas Reng, Sprecher der Initiative für die Erhaltung der Grünfläche im Dorfkern, bei der Überreichung einer langen Unterschriftenliste in der Ortsbeiratssitzung am Mittwochabend.


Alfred Mörz (CDU) heisst der neu per Handschlag von Ortsvorsteher Jürgen Kroh verpflichtete Mann im Ortsbeirat. Er trat die Nachfolge von Gerlinde Decker an, die ihr Mandat niedergelegt hat. Kroh unterrichtete die Ratsmitglieder über den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen für die Fahrzeughalle der Feuerwehr. Bis Ende September sei das Ergebnis sichtbar. Nachdem die SGD Süd grünes Licht gegeben habe, gehe es bei der Anlegung des gut 20 mal 40 Meter großen Bolzplatzes im Bereich des Schützenhauses nun darum, die Dimension des Ballfangzauns festzulegen. Laut Werner Boßlet vom Umwelt- und Servicebetrieb UBZ reichten 20 Meter laufender Zaun aus. Bei vier Metern Höhe entstünden Kosten von rund 3500 Euro. Das Jugendamt habe die Finanzierung der Tore zugesichert.

Quelle:
Die Rheinpfalz
Zweibrücker Rundschau
19. August 2011

Es ging auch um die Neugestaltung des Ortsmittelpunktes: Nachdem der Statiker die Stützmauern begutachtet hat, erachtet es der Ortsvorsteher als wirtschaftlichste Lösung, die Betonmauer stehen zu lassen und am restlichen Teil eine Böschung anzulegen. Im Haushaltsplan seien 10 000 Euro für den Bolzplatz und 20 000 für den Ortsmittelpunkt vorgesehen. Für die Errichtung von Urnenstelen auf dem Friedhof Wattweiler sieht Kroh keinen Bedarf. Laut UBZ wurden 2010 nur zwei Urnengräber in Anspruch genommen. Auf dem nahen Waldfriedhof stünden alle Bestattungsarten zur Auswahl.

Durch die Einwohnerfragestunde soll Bürgerbeteiligung gefördert werden. Wie aktiv die Wattweilerer sein können, demonstrierte Thomas Reng, der mit ein paar Mitstreitern der Bürgerinitiative zur Abwendung des geplanten Neubaugebiets „Verlängerung Rebenstraße” in die Sitzung gekommen war. Der Sprecher überreichte dem Ortsvorsteher ein Kuvert mit 280 Unterschriften wahlberechtigter Einwohner: „Wegen der Urlaubszeit haben wir leider nicht alle erreicht. Man sollte sich mal Gedanken über den Bürgerwillen machen.” Unterstützung erhielt er von Jörg Hussong: „Sechs bis acht Bauplätze an dieser Stelle sind unsinnig.” Man sei nicht grundsätzlich gegen ein Neubaugebiet. Dies müsse aber erweiterbare Plätze haben und dürfe die Natur im Herzen von Wattweiler nicht zerstören.

„Durch den Stopp der Planungen kann man im Vorfeld jetzt noch eine Menge Steuergelder sparen”, so der engagierte Einwohner Hussong. Laut Ortsvorsteher Kroh gibt es in Wattweiler keine langfristigen baulichen Leerstände und zurzeit lediglich drei Bauplätze zu kaufen. (urr)