| ca. 500 v. Chr. |
Auf der Wattweiler Gemarkung in insgesamt neun Grabstätten des keltischen Stammes der Metromatriker gefundene Bronzegegenstände gelten als Beleg für eine schon sehr frühe Besiedelung. |
| ~ 1. Jh. n. Chr. |
Römer besiedeln Blies-, Schwarzbach- und Hornbachtal und vermutlich auch Tal- und Hochflächen des heutigen Wattweiler. Örtliche Funde aus dieser Zeit liegen nicht vor, lediglich eine an Wattweiler vorbeiführende Höhenstraße ist nach den Römern benannt. |
406
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Germanische Stämme der Vandalen und Valanen dringen über die Grenzen und verwüsteten die römischen Städte und Anlagen. |
451
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Die Hunnen fallen bei uns ein. |
| 8. Jh. |
Franken errichten nach der Völkerwanderung ihr Großreich, in das auch unsere Gegend einbezogen ist. Spätestens sie müssen mit Waldrodungen zur Schaffung von Flächen für Ackerbau und Viehzucht begonnen haben. Orte mit der Endung –weiler führen Forscher auf Gründung durch die Franken zurück. Der pfälzische Historiker Ernst Christmann leitet den Namen Wattweiler von einem „Weiler des Watto“ her, wobei unter Watto ein altdeutscher Rufname verstanden werden muss, entstanden als Kurzform aus dem Namen Wadefred. |
| 09.04.1180 |
Bislang früheste bekannte Urkunde, in der unser Dorf unter dem Namen „Watwilre“ erwähnt wird. Als Zeugen einer Beurkundung werden ein Siegfried, Priester von Wattweiler, und ein Meffried von Wattweiler benannt. [mehr...] |
| 1226 |
Graf Walram von Zweibrücken besitzt in Wattweiler ein Gut. Sein Verwalter muss einer Frau Hauwele Pacht zahlen.
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| 1276 |
Die Gemarkung Wattweiler wird zum Kriegsschauplatz. Die Schlacht zwischen den Heeren des Grafen Heinrich von Zweibrücken und des Herzogs Friedrich III. von Lothringen gewinnt unter großen Verlusten von Menschen und Pferden der Zweibrücker Graf. [mehr...]
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| 1300 |
Der Mölschbacher Hof wird erstmals urkundlich erwähnt. Dieses einstige Dorf gehörte im frühen Mittelalter zum Kloster Hornbach. [mehr...]
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| 1304 |
Heinrich, der Sohn der Frau Hauwele aus Zweibrücken, und ein Helwig von Lewenberg (Lemberg) werden im Zusammenhang mit „Watwilre et Mellespach“ erwähnt. |
| 1308 |
Wattweiler befindet sich im Besitz der Ritter Nikolaus und Johannes von Schobenberg, Söhne des Ritters Johannes von Schobenberg (Schaumburg bei Tholey). Sie zahlen von ihren Gütern in Watwilre jährlich einen Malter Korn und vier Malter Dinkel und Hafer an das Kloster Werneswilr (Wörschweiler). Der Familienname Schaumburger ist bis heute noch in Wattweiler anzutreffen. |
| 1326 |
Folmar von Watwilre und seine Frau pachten vom Kloster Hornbach Güter zu Watwilre und Melspach für zehn Malter halb Dinkel halb Hafer. |
| 1350 |
Der Edelknecht Burkart zu Kasteln verkauft seine Güter in Wattweiler an den Grafen Heinrich von Veldenz (Mitbesitzer der Hohenburg). Der verleiht die Güter an die Ritter von Rüdesheim. |
| 1410 |
Gründung des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken, zum dem auch Wattweiler gehört. |
| 1412 |
In einem Streit um die Feste Homburg treffen die Heere des Grafen Philipp von Nassau und des Zweibrücker Herzogs Stephan beim Mölschbacher Hof auf der Wattweiler Höhe aufeinander. Der Hauptmann des Herzogs, Hans von Zeiskam, fällt zwar, aber der Nassauer wird geschlagen. |
| 1547 |
Im Zweibrücker Oberamtsbannbuch werden die Wattweiler Gemarkungsgrenzen und Flurnamen eingetragen. Laut derselben Quelle leben zu der Zeit sechs Bauern in Wattweiler. |
| 1564 |
Eine Landkarte von Tilemann Stella zeigt das Dörfchen Wattweiler mit 6 Häusern und einer Kirche. Eine darin enthaltene Flurbezeichnung „Weingarteberg“ verweist auf Weinbau neben Acker- und Gartenbau sowie Viehzucht schon zu dieser Zeit. [mehr...] |
| 1570 |
Die Ritter von Dürkheim erhalten den Wattweiler Zehnt, nachdem der Deutschordensritter Friedrich von Rüdesheim verstorben war. Daran änderte sich bis 1790 nichts. |
| 1584 |
Die protestantischen Bürger Wattweilers kommen zur Pfarrei Mimbach, die katholikenschen gehören zur Gemeinde Ixheim. |
| 1584 |
Das Kloster Werschweiler hat Besitzungen in Wattweiler, die ab 1681 verpachtet werden und erst 1806 in Privatbesitz der Nachfolgen der Pächter übergehen. |
| 1589 |
Wattweiler Bürger vor und nach dem 30-jährigen Krieg Vor dem 30jährigen Krieg, 1589, hat der reformierte Pfarrer Georg Wolfgang Acontius eine Einwohnerliste der Pfarrei Mimbach, zu der auch Wattweiler gehörte, erstellt. In Wattweiler lebten damals 11 Familien mit 50 Personen. Wahrscheinlich hat er in seine Liste nur die reformierten Familien erfasst. Herr Weingart, der die Webenheimer Geschichte erforscht hat, schreibt: Nach der Katastrophe von 1635, als Zweibrücken und Umgebung von kaiserlichen (katholischen) Truppen verwüstet wurde, haben in Wattweiler nur die Familien Christoffel Feß und die Witwe Klein mit ihren Kindern überlebt. Diese Aussage verwundert etwas, weil Roland Damm, der sich auch auf das Mimbacher Kirchenbuch bezieht, schreibt, der Name Feß komme aus der Schweiz.
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| Mitte 17. Jh. |
Nach dem 30-jährigen Krieg kommt das Herzogtum Zweibrücken und mit ihm Wattweiler unter schwedische Herrschaft. Die Schweden sind bemüht, viele Einwanderer in die verwüsteten und menschenleeren Orte zu holen. In Wattweiler siedeln sich fast ausschließlich Schweizer an. Die Schweizer Brüder Görg und Nickel Feß roden das Wörschweiler Klostergut (heutiger Flurname „Im Kloster“) und machen es urbar. (Diese Zugezogenen haben bestimmt auch den berühmten Wattweiler Handkäs eingeführt.) |
| Ab 1696 |
Alle Geburten, Taufen, Heiraten und Beerdigungen der protestantischen Bürger aus Wattweiler sind im Mimbacher Kirchenbuch verzeichnet. |
| 1715 |
Carl Deßloch gründet mit seinem Tochtermann im Wattweiler Tal eine Ziegelhütte. |
| 1757 |
In Wattweiler befinden sich 34 Wohnhäuser, darunter auch mehrere zweistöckige, 15 Ställe, ein Schulhaus, ein Hirtenhaus, ein Schützenhaus und eine Ziegelhütte. |
| 1757 |
Erstmals wird das Vorhandensein einer protestantischen Schule erwähnt, die bis zum Jahre 1972 fortbesteht. |
| 01.11.1761 |
Pfalzgraf Christian IV. genehmigt dem Ziegler Sebastian Marschall am Köderberg einen Bauernhof anzulegen, den heutigen Kettersbergerhof. [mehr...] |
| 1766 |
Am 29. Dezember erhält Marschall einen Erbbrief für den Hof. Nach seinem Tod im Jahre 1777 kauft sein Sohn Michel Marschall den Hof für 500 Gulden. |
| 1793/94 |
Bei Wattweiler kommt es im Verlauf der auf vielen verschiedenen Schauplätzen ausgetragenen französischen Revolutionskriege zu einem Gefecht zwischen Preußen und Franzosen, woran der Flurname Preußenschanze erinnert. |
| 1802 - 1837 |
Die Einwohnerzahl Wattweilers steigt von 234 auf 462. Die Bebauung ist um den unteren und mittleren Teil des heutigen Dorfes konzentriert, weil es dort genügend Brunnen für Mensch und Vieh gab. |
| 1816 |
Zweibrücken und Umland werden auf Beschluss des Wiener Kongresses mit der linksrheinischen Pfalz Bayern eingegliedert und bleiben bis 1945 bayerisch. |
| 1858 |
Erstmals kommt ein Postbote nach Wattweiler. |
| 1880 |
Bau einer ersten Straße im heutigen Sinne, die Wattweiler mit Bubenhausen verbindet. |
| 1899 |
Bau einer Straße durchs Wattweiler Tälchen. |
| 1899 |
Wattweiler, zuvor Webenheim zugehörig, wird selbständige Gemeinde. |
| 1900 |
Bau der Ortsdurchfahrt |
| 1931 |
Bau der Wattweiler Kirche. Seit dem 30jährigen Krieg hatte es keine mehr gegeben. Die Wattweiler Protestanten gehörten zur Kirchengemeinde Mimbach. [mehr...]
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| 1938-1945 |
Wattweiler wird in den Bau der Verteidigungslinie „Westwall“ einbezogen. Im Olschbach- und Langental entstehen Unterkünfte (Baracken) für zahlreiche Westwallarbeiter. Die Bevölkerung wird zweimal evakuiert. |
| März 1945 |
War der Ort bisher von Kampfeshandlungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont geblieben, führen nun von Bomberverbänden gelegte Bombenteppiche oberhalb des Dorfes, Jabo-Angriffe auf eine Panzersperre im Tal sowie in den Ort hineinreichende Infanterie- und Panzerkämpfe zu Schäden an fast sämtlichen Häusern. |
| 1945 |
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs heimgekehrte Bürger gründen eine „Selbsthilfe“ und mauern gemeinschaftlich durch Kriegeinwirkungen zerstörte oder beschädigte Gebäude in umfassender Eigenleistung wieder auf. Die Gemeindeverwaltung untersteht der französischen Militärregierung. |
| 29. Jan. 1958 |
„Aus heimatlichen Gauen“ hieß früher eine Wochenbeilage des Pfälzischen Merkur. In der Ausgabe vom 29. Januar 1958 findet sich ein von Rudolf Wilms verfasster Artikel unter der Überschrift
Wattweiler - Idyllische Gemeinde im Zweibrücker Kirschenland [mehr...]
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| ~ 1960 |
Ein bis in die heutige Zeit anhaltender Bauboom setzt ein, drei große Wohngebiete werden neu erschlossen und zügig bebaut. Die Einwohnerzahl steigt entsprechend schnell. |
| 1972 |
Wattweiler wird Ortsteil von Zweibrücken. |
| 1974 |
In Wattweiler wird eine Sonderschule G eingerichtet. |
| 29.08.-01.09.1980 |
800-Jahrfeier Wattweiler mit großem historischen Festumzug am 31.8. |
| 11.09.2005 |
825-Jahrfeier Wattweiler, nachfolgend Errichtung eines Gedenksteins an der oberen Ortseinfahrt |