Termine

Neujahrsansprache 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: i.A. Webmaster   
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 06:00 Uhr

WattweilerAm Samstag, den 09. Januar 2011, fand der Neujahrsempfang, geleitet von unserem Ortsvorsteher Jürgen Kroh, im Gemeindesaal der evangelischen Kirche statt.


Ansprache Neujahr 2011

Freiwillige Feuerwehr Wattweiler

Ganz oben auf der Agenda für das Jahr 2010 stand der Neubau der Fahrzeughalle für unsere Feuerwehr und der damit verbundene Umbau des Untergeschosses des Gemeindehauses für Umkleide- und Sanitärraume.  Der ursprünglich vorgesehene Termin für den Baubeginn im Sommer 2010 konnte nicht eingehalten werden, da die ADD in Trier im Frühjahr auf den Plan trat und den Nachweis der Unabweisbarkeit der Baumaßnahme forderte. Nachdem dieser Papierkrieg erledigt war, gab die ADD nach einigen Monaten grünes Licht für den Bau.
Erst danach waren die Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten möglich. Den Zuschlag für die Abriss- und Maurerarbeiten erhielt die Firma Wolf aus Oberauerbach, die auch unverzüglich mit den Arbeiten begann. Der frühe Wintereinbruch im November brachte die Baustelle zum Stillstand.


Bleibt zu hoffen, dass nicht weitere witterungsbedingte Verzögerungen bis zum Frühjahr für neue Überraschungen sorgen.
Unsere Feuerwehr ist ungeachtet der Baumaßnahme weiterhin einsatzbereit. Das alte Fahrzeug, das nach Abschluss der Bauarbeiten durch ein neues und größeres Fahrzeug ersetzt werden soll hat ein
vorübergehendes Domizil in einer großen Zeltgarage gefunden. Dass wir gut beraten waren, mit der Gestaltung des Dorfplatzes noch zu warten, zeigt die Inanspruchnahme des Geländes durch Feuerwehr und Baufirma.
Immer ein Schritt nach dem anderen ….
Mehrfach wurde ich in den vergangenen Wochen darauf angesprochen, warum man im November mit einer Baumaßnahme beginnt und damit nicht bis zum Frühjahr wartet. Wer sich mit den haushaltstechnischen Vorschriften der Kommunen ein wenig auskennt, kennt den Grund hierfür. Die Baukosten für die Fahrzeughalle stehen im Haushalt des Jahres 2010. Dieser Haushalt ist von der ADD in Trier genehmigt. Hätten wir mit der Baumaßnahme nicht im Spätjahr begonnen, hätte die Möglichkeit bestanden, die genehmigten Mittel in den Haushalt des Jahres 2011 zu übertragen. Doch die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten hätte dann erst nach Genehmigung des Haushaltes 2011 durch die ADD erfolgen dürfen. Der Haushalt 2011 wird erst Ende dieses Monats vom Stadtrat beschlossen. Die Genehmigung durch die ADD wird erfahrungsgemäß zur Jahresmitte erteilt. Und daß hätte das ganze Spielchen wieder von vorne begonnen. Darum Macht doch eine Winterbaustelle durchaus Sinn ...
Ich bin zuversichtlich, dass die Bauarbeiten im Sommer dieses Jahres zum Abschluss kommen und unsere Feuerwehrmänner und vielleicht auch Feuerwehrfrauen künftig ein schmuckes Domizil mit einer geräumigen Fahrzeughalle, einem ansprechenden Sozial- und Unterrichtsraum sowie zeitgemäßen Umkleide- und Sanitärräumen vorfinden. Vielleicht fällt es dann auch dem einen oder der anderen leichter, sich für ein Engagement in unserer Wehr bereit zu finden. Erst recht, wenn das neue Fahrzeug in Wattweiler eintrifft.
Dank gilt unseren Feuerwehrmännern um Otto Fernau, dass sie auch im zurückliegenden Jahr bei zahlreichen Übungen und Einsätzen viel Zeit geopfert und ihren Mann gestanden haben oder wie Matthias Körner sich auf Lehrgängen fortgebildet haben.


Rasenplatz für TuS Wattweiler

Aber nicht nur bei der Feuerwehr sondern auch beim TuS Wattweiler waren im Jahr 2010 Baumaßnahmen angesagt. Nicht in städtischer Regie, sondern in beispielhafter Eigenregie. Schon lange steht ein Rasenplatz auf der Wunschliste des TuS. Erst recht seit der TuS sich erfolgreich in der Kreisliga behauptet und den Blick Bach oben gerichtet hat. Da von städtischer Seite in absehbarer Zeit nicht mit finanzieller Unterstützung zu rechen war, nahmen die Verantwortlichen des TuS das Heft selbst in die Hand und gestalteten nach einem speziellen Verfahren den bisherigen
Hartplatz in einen Rasenplatz um. Viele ehrenamtliche Helfer haben dabei mit angepackt und es so ermöglicht, dass der TuS die nicht unerheblichen Kosten schultern kann. Der Vorstandschaft des TuS mit Horst Körner an der Spitze und den nahezu 50 freiwilligen Helfern gelten Dank und Anerkennung.
Diese beispielhafte Initiative des Vereins wird sicherlich mit dazu beitragen, den vorhandenen Spielerstamm an Wattweiler zu binden und neue Spieler für den TuS zu gewinnen und so dem Ziel eines baldigen Aufstiegs Daher zu kommen.
Ich bin überzeugt, dass beim ersten Heimspiel auf dem Rasenplatz viele Wattweiler zum Degen grünen Platz pilgern werden, um die Feuertaufe des Rasenplatzes mitzuerleben.
Mit dem Namen Horst Körner sind weitere Aktivitäten verbunden, die auch im letzten Jahr weit über Wattweiler hinaus gestrahlt haben.
Beispielhaft nenne ich die kulinarische Blütenwanderung am 1. Mai, den Wattweiler Advent und den Wattweiler Winterzauber zum Jahreswechsel. Dankeschön an Horst Körners und seine Mitstreiter.


100 Jahre Obstbauverein 1910 Wattweiler

100 Jahre alt wurde im vergangenen Jahr unser Obstbauverein~ Die Jubiläumsfeier im Lehrgarten wird vielen in guter Erinnerung bleiben. Der Obstbauverein Wattweiler ging in seiner langen Geschichte mit der Zeit und so ist es nicht verwunderlich, dass neben der Pflege des Obstbaumes der Umwelt- und Naturschutz eine hohe Priorität in den Aktivitäten des Vereins gefunden haben. Wenn auch im letzten Jahr der Apfelsaft in der vereinseigenen Presse im alten Milchhäuschen nicht in solchen Strömen wie im Rekordjahr 2009 geflossen ist, so hatten die ehrenamtlichen Helfer auch
in diesem Jahr an vielen Tagen die Hände voll zu tun. Dank dafür an alle
Aktiven im Obstbauverein mit Hans Conrad an der Spitze.


Kirchenjubiläum 2011

In diesem Jahr wird unsere Kirche 80 Jahre alt. Damit kommt unsere Kirche im wahrsten Sinne des Wortes in ein biblisches Alter.
Seine Schatten hat das Kirchjubiläum, das im August dieses Jahres begangen werden soll schon im Herbst des vergangenen Jahres geworfen, als Pfarrer und Presbyter von Haus zu Haus gingen und um eine Spende für den neuen Kronleuchter baten. Dass die Bitten nicht auf taube Ohren stießen, wird durch die Tatsache offenbar, dass seit Dezember 2010 der neue Kronleuchter in unserer Kirche strahlt.
Angenehm zu erleben war, dass die Spenden über Glaubens- und Konfessionsgrenzen hinweg gegeben worden.
Ein Dankeschön den Spendern und den Sammlern.


Bolzplatz hinter dem Schützenhaus

Durch die Umgestaltung des bisherigen Hartplatzes in einen Rasenplatz wird es künftig nicht mehr möglich sein, dass Jugendliche und Kinder nach Belieben auf dem Sportplatz Fußball spielen.
Der Ortsbeirat hat den Vorschlag von Harald Nentwig aufgegriffen, für die Jugend einen Ersatz hinter dem Schützenhaus zu schaffen. Im Haushaltsentwurf der Stadt sind entsprechende Mittel vorgesehen. So weit so gut! Nun handelt es sich aber bei dem Gelinde hinter dem Schützenhaus um      ein städtisches Grundstück und zwar um ein kartierte Auffüllfläche. Sobald auf einer solchen Fläche ein baulicher Eingriff vorgenommen wird, fangen die Amtsmühlen an zu mahlen. Und das heißt, die SGD Süd (einer der vielen Teile der früheren Bezirksregierung) muss beteiligt werden. Dies hat das Stadtbauamt, in diesem Fall die Untere Abfallbehörde beim Bauamt pflichtgemäß getan mit dem Ergebnis, dass ein Gutachten erstellt werden muss, das ausschließt, dass von den Auffüllmassen eine Gefährdung für die künftigen Nutzer ausgeht. Das Stadtbauamt hat seine Hausaufgaben
gemacht und ein Fachbüro mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.
Im Klartext heißt dies: Es werden ca. 10 Baggerschürfen angelegt und das entnommene Erdreich untersucht und beprobt. Diese Maßnahmen sollten schon längst durchgeführt sein, doch auch hier hat der frühe Wintereinbruch uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Auch hier zeigt sich wieder: Der Fortschritt ist eine Schnecke.
Wir werden uns aber nicht entmutigen lassen und an unserem Vorhaben gemeinsam mit den Initiatoren festhalten eine Sport- und Freizeitfläche für die Kinder und Jugendlichen unseres Vorortes zu schaffen.


DSL in Wattweiler

Anfang Januar erschien in beiden Tageszeitungen ein Artikel zum Thema DSL in den Vororten. Im Gegensatz zu den Bürgern in Oberauerbach und Mörsbach können wir uns Glücklich schätzen, den schnellen Internet-Anschluss für Wattweiler seit einem Jahr zu haben. Dies ist mit finanzieller Unterstützung der Stadt geschehen, die deswegen eine harsche Rüge der ADD in Trier einstecken musste. Dass die DSL-Anschlüsse in den Vororten der Stadt weniger Kosten verursachen als 2009 veranschlagt hat seine Ursache darin, dass die Zahl der Neuanschlüsse höher lag als angenommen.
Jeder Neuanschluss vermindert den Baukostenanteil der Stadt. Auf Wattweiler bezogen heißt dies konkret : Bei den zwei von mir durchgeführten Haushaltsbefragungen hatten 90 Haushalte ihr Interesse an einem DSL-Anschluss bekundet und letztlich 82 einen Vorvertrag unterschrieben. Bis dato sind in Wattweiler 127 Verträge zustande gekommen, so dass sich der Baukostenanteil der Stadt erheblich reduziert.
Dass wir als kleinster Vorort dennoch die" Teuersten" sind hängt mit der Länge der Baustrecke und dem Vorhandensein bzw. Nicht-Vorhandensein von Leerrohren in der Ortslage zusammen.
Rückblickend kann ich sagen: es war ein hartes Stück Arbeit, aber es war ein Stück Arbeit, das sich gelohnt hat.
Bleibt zu hoffen, dass für Oberauerbach und Mörsbach auch noch Wege gefunden werden, den Bürgern dieser Vororte schnelles DSL bieten zu können. Auf Wattweiler, Mittelbach und Rimschweiler bezogen bewahrheitet sich die Richtigkeit der pfälzischen Volksweisheit, dass man gut daran tut, „den Löffel rauszuhalten wenn es Brei regnet". Seien wir froh, dass es auch in dieser Angelegenheit in Wattweiler Brei geregnet hat.
Ich bin auch im Interesse des städtischen Haushaltes dankbar, dass weit über hundert Wattweiler bei der Dt. TeJekom einen Vertrag abgeschlossen haben und damit die städtische Belastung erheblich reduziert haben.


Baumöglichkeiten in Wattweiler

Lassen Sie mich noch einige Worte zu einem Dauerbrenner im Ortsbeirat verlieren, dem Thema "Baumöglichkeiten in Wattweiler". Einig sind wir uns im Ortsbeirat darüber, dass in der heutigen Situation die Ausweisung von großen Baugebieten, wie dies früher üblich war, nicht mehr erstrebenswert ist. Stattdessen gilt es, vorhandene Baulücken zu schließen und Leerstände mit neuem Leben zu füllen. Ich bin froh darüber, dass wir in Wattweiler kaum neue Leerstände vorfinden und auch alte Bausubstanz wieder saniert und renoviert wird, wie man dies derzeit in der unteren Bliestalstraße beobachten kann. Dennoch sollte man - und auch
darin sind wir im Ortsbeirat einer Meinung - für Bauwillige Baumöglichkeiten vorgehalten werden. Fünf vom Ortsbeirat vorgelegte Möglichkeiten wurden vom Stadtbauamt und den Ver- und Entsorgungsträgern auf ihre Machbarkeit überprüft und es stellte sich dabei heraus, dass sich zwei Alternativen anbieten: einmal ein Baugebiet in Verlängerung der Straße ,,Im Wingert" und zweitens ein Baugebiet in Verlängerung der "Rebenstraße". In seiner Abschlusssitzung im Dezember vergangenen Jahres hat sich eine deutliche Mehrheit des Ortsbeirates für die Alternative 2 "Verlängerung Rebenstraße" ausgesprochen. Im Laufe dieses Jahres werden sich Stadtrat und städtischer Bau- und Umweltausschuss mit dieser Empfehlung des Ortsbeirates zu befassen haben.

Seien Sie versichert, dass mir daran gelegen ist, möglichst früh die Betroffenen ins Verfahren einzubinden, wie dies auch bereits im November vergangenen Jahres mit den Grundstückseigentümern auf dem Mölschbacher- und dem Kettersbergerhof in Sachen "Außenbereichssatzung" geschehen ist. Hier geht es darum rechtliche Klarheit zu schaffen und die Möglichkeit zu eröffnen, vorhandene Baulücken zu schließen.


Winterdienst des EBZ

In den zurückliegenden Wochen haben ich mir einiges anhören müssen in Sachen "Winterdienst". So berechtigt aus subjektiver Sicht die Klagen und Beschwerden einzelner Grundstückseigentümer sein mögen, möchte ich für meine Person festhalten: Ich bin mit Räum- und Streudienst des EBZ grundsätzlich zufrieden. Dass man es nicht allen recht machen kann, ist auch eine alte Weisheit.
Der Ortsbeirat wird in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr Vertreter vom EBZ und der Zweibrücker  Verkehrsgesellschaft in den Ortsbeirat einladen, um gemeinsam die Gesamtproblematik zu diskutieren und Optimierung herbeizuführen, wo es unter den gegebenen Umständen machbar ist.


Lassen Sie mich abschließend Dank sagen an alle die sich im zurückliegenden Jahr für unsere Ortsgemeinschtaft eingesetzt haben, sei es durch Führungs- und Mitarbeit im Verein, sei es durch uneigennützige Einzelaktionen. All dies stärkt den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft und bietet Neubürgern auch die Möglichkeit, sich im der neuen Umgebung zurechtzufinden, einzuleben und sich auch selbst einzubringen.
Beispielhaft möchte ich die kulturelle Arbeit unserer beiden Chöre nennen, die sportlichen Angebote von TuS und Schützengesellschaft, die breite Angebotspalette unseres Obstbauvereines und die lobenswerten Aktivitaten aller anderen Vereine und Fördervereine.
Zwei Aktivitäten möchte ich zum Abschluss gleichfalls noch beispielhaft hervorheben : Es ist dies die Arbeit unseres Internet-Spezialisten Ralf Freyler, der den Internetauftritt von Wattweiler gestaltet und pflegt und das Wirken von Harald und Helga Fuhrmann für den Seniorentreff im Gemeindehaus, der jetzt unter Trägerschaft des DRK fortgeführt wird.
Es bleibt zu hoffen, dass das Jahr 2011 für unser Land und auch für unsere Ortsgemeinschaft untter einem guten Stern steht und wir all das, was wir uns.vorgenommen haben in 2011 auch umsetzen können.

- Jürgen Kroh -