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Liebe Wattweiler Mitbürgerinnen, liebe Wattweiler Mitbürger,
wie in den Vorjahren nehme ich den Jahresbeginn zum Anlass, die wichtigsten Ereignisse des zurückliegenden Jahres in Erinnerung zu rufen und einen Blick auf das vor uns liegende Jahr zu werfen.
Rückblick 2008Im Jahre 2008 fanden fünf Sitzungen des Ortsbeirates statt, am Runden Tisch trafen sich die Vorsitzenden der Wattweiler Vereine zweimal mit dem Ortsvorsteher.
Jugendarbeit Der Wunsch von Jugendlichen nach einem Jugendtreff wurde mehrfach mit den jungen Leuten diskutiert, auch im Beisein von Vertretern des Stadt jugendamtes. Dabei wurde auch auf die Probleme verwiesen, die sich in anderen Vororten ergeben hatten. Das Angebot des TuS Wattweiler und des Fördervereines des Sports und der Sport jugend, unter bestimmten Bedingungen den Jugendlichen vereinseigene Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wurde von allen Beteiligten positivaufgenommen.
Kinderspielplatz Das im Vorjahr angeschaffte Sonnensegel und der erhöhte Ballfangzaun haben ihre Bewährungsprobe bestanden und werden auch künftighin Kindern und Eltern den Aufenthalt auf dem Spielplatz angenehmer gestalten.
Ballfangzaun Der Ballfangzaun zum Kinderspielplatz wurde Ende des Jahres ergänzt durch einen Ballfangzaun an der Längsseite des Sportplatzes.Ortsverschönerung Der Wettbewerb "Wattweiler blüht auf" ist angelaufen. In einer Informationsveranstaltung mit Stadtgartendirektor a.D. Eckart Ost, der Vorsitzenden des Vereines der Rosenfreunde, Frau Hanne Stauch und Stadtgartenmeister Heiko Hübscher wurde der Grundstock für den Wettbewerb gelegt. Es schlossen sich zwei Begehungen der Bewertungskommission im Frühjahr und Sommer an, bei denen der Blumenschmuck in den Vorgärten und an den Häusern in Augenschein genommen und bewertet wurde.
Wiederkehrende Beiträge Mit diesem Thema beschäftigte sich der Ortsbeirat sehr intensiv mit dem Ergebnis, dem Stadtrat zu empfehlen, keine wiederkehrenden Beiträge für den Ausbau der Straßen einzuführen. Anmerkung: Im Juni 2008 hat der Stadtrat beschlossen, an der bisherigen Form der Erhebung von Ausbaubeiträgen festzuhalten und keine wiederkehrenden Beiträge einzuführen. Apropos Ausbaubeiträge: Ende 2008 haben die Grundstückseigentümer an der Bliestalstraße den endgültigen Abrechnungsbescheid vom Stadtbauamt erhalten - 2 1/2 Jahre nach der Fertigstellung der Straße.
Aufstellen von Ruhebänken Die FWG-Fraktion hat zwei Ruhebänke gestiftet und am Schlüsselbösch und oberhalb des Ortseingangs aufgestellt. Dankeschön! Damit sind in den letzten drei Jahren insgesamt an 10 Standorten neue Ruhebänke aufgestellt worden, dank Hartmut Brünisholz, FWG, CDU und Stadt.
Buswartehäuschen in der Ortsmitte Nach dem Erwerb des Grundstücks in der Ortsmitte durch die Stadt ergab sich die Möglichkeit, anstelle des "schmalbrüstigen" Notbehelfs auf dem Gehweg ein geräumiges (beleuchtetes) Buswartehäuschen auf dem städtischen Grundstück zu errichten.
Gemeindehaus Nachdem 2007 das Gemeindehaus ein neues Dach erhalten hatte, stand im Jahr 2008 die Erneuerung der Fenster auf der Tagesordnung. Dreifach verglaste Fenster sorgen in Zukunft für einen sparsamen Umgang mit Energie.
Bestattungswesen Seit 1. Juli 2008 ist der EBZ auch in Wattweiler zuständig für das Bestattungswesen. Im Klartext heißt dies: Nicht mehr ein privater Bestatter macht den Grabaushub und schließt das Grab, sondern Mitarbeiter des EBZ erledigen diese Arbeiten. Dieser Wechsel hatte gute Gründe und wurde vom Ortsbeirat einhellig befürwortet.
Vorortbudget Seit einigen Jahren verfügt jeder Vorort auf Initiative von Oberbürgermeister Prof. Dr. Reichling über ein eigenes Budget in Höhe von 5.000,00 €. Was haben wir mit diesen 5.000,00 € im Jahre 2008 angefangen? Es wurde ein Defibrillator angeschafft, der im Vorraum des Gemeindehauses hängt und im Ernstfall über einen Schlüssel im Notschlüsselkasten an der Eingangstür zu erreichen ist. Für unseren Gemeindearbeiter wurden neue Arbeitsgeräte (z.B. ein der Belastung gewachsener Rasenmäher) und Werkzeuge gekauft. Für die Auszeichnung der Preisträger beim Wettbewerb "Wattweiler blüht auf" wurden schon vorsorglich die Preise beschafft.
DSL Schnelles Internet entspricht dem Stand der Technik. Dies sollte auch für die eingemeindeten Vororte gelten. Initiativen aus den betroffenen Vororten (z.B. 2 Umfragen in Wattweiler) wurden vom Oberbürgermeister durchaus positiv aufgenommen. Dies führte dazu, dass Anfang Dezember 2008 für die Vororte Wattweiler, Mittelbach-Hengstbach und Rimschweiler im Rathaus ein Vertrag zwischen der Deutschen Telekom und der Stadt unterzeichnet wurde, der sicherstellen soll, dass mit finanzieller Unterstützung der Stadt die Internet-Versorgung in den drei genannten Vororten auf den Stand der Technik gebracht wird. Der regionale Leiter des Bereiches Breitband im Festnetz der Deutschen Telekom, Herr Barthel, gab für Wattweiler folgende Erklärung ab:
16.000er-lnternet in der geschlossenen Ortslage, 6.000er-lnternet auf den Höfen. Die Telekom rechnet mit einem halben Jahr Planungs- und Bauzeit. Bauarbeiten im Ort seien - so Herr Barthel - nicht notwendig. Es müsse eine neue Leitung von der Stadt nach Wattweiler verlegt und die Technik am Ortseingang aufgerüstet werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Deutsche Telekom ihre Zusagen einschließlich Zeitplan einhält und die unterschriebenen Verträge erfüllt. Dann würde "Internet im Schneckentempo" in Wattweiler schon bald der Vergangenheit angehören. Dank möchte ich an dieser Stelle den über 80 Haushaltungen aus Wattweiler aussprechen, die mit ihrer Unterschrift unter dem Vorvertrag mit der Deutschen Telekom die Grundlage für diesen möglichen Fortschritt geschaffen haben.
Stromversorgung Seit 1. Januar 2009 gehören die Stromnetze in den Vororten nicht mehr den Pfalzwerken, sondern den Stadtwerken Zweibrücken. Zur "Entflechtung" des Netzes von Pfalzwerken und Stadtwerken waren in Wattweiler umfangreiche Baumaßnahmen notwendig, die zum Großteil nicht so durchgeführt werden konnten, wie sie von den Stadtwerken ursprünglich geplant waren. Zum Stichtag 31.12.2008 waren die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen. Aus Kostengründen bleibt das Leitungsnetz, mit dem die Kugelfanghütte, das Anwesen Gärtner, der Dellenhof und der Mölschbacherhof versorgt werden, im Eigentum der Pfalzwerke. Zum Stichtag 31.12.2008 waren die Bauarbeiten in Wattweiler weitestgehend abgeschlossen.
Ortsmittelpunkt Nachdem die Stadt im Vorjahr das unbebaute Grundstück in der Ortsmitte erworben hat, wurden im Ortsbeirat von den einzelnen Fraktionen Nutzungs- und Gestaltungsvorschläge unterbreitet und die Verwaltung beauftragt, ein Gestaltungskonzept für die vier städtischen Teilftächen zu erarbeiten. Im Herbst vergangenen Jahres hat der zuständige Mitarbeiter des Stadtbauamtes sein Konzept im Ortsbeirat vorgetragen. Dieses Konzept liegt den Fraktionen des Ortsbeirates zur Stellungnahme vor. Ziel ist es, im Ortsbeirat ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Ortsmitte zu erarbeiten. Dieses soll vor seiner Umsetzung - so meine Absicht - im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt und diskutiert werden.
Neubaugebiet Der Ortsbeirat sprach sich dagegen aus, das im Flächennutzungsplan vorgesehen Neubaugebiet "Südlich der Marktsteige" umzusetzen. Mögliche Alternativen wurden im Ortsbeirat diskutiert und dem Stadtbauamt zur Stellungnahme vorgelegt. Diese Stellungnahme liegt vor und wird in den Ortsbeiratsfraktionen derzeit diskutiert. Vereinsleben in Wattweiler Wenn auch Nachwuchssorgen die Verantwortlichen einiger Vereine bedrücken, bleibt festzuhalten, dass Wattweiler weiterhin über ein reichhaltiges Freizeitangebot durch zahlreiche Aktivitäten in den einzelnen Vereinen verfügt. So machte der TuS am Jahresende nicht nur mit einem sportlichen Paukenschlag in Bottenbach auf sich aufmerksam, sondern auch mit dem neuen Angebot "Nordic Walking". Die vom Förderverein des Sports und der Sport jugend organisierte Veranstaltung "Winterzauber" fand zum Jahreswechsel bei allen Beteiligten breite Zustimmung. Gleiches gilt für die traditionelle kulinarische Blütenwanderung unter Mitwirkung mehrerer Wattweiler Vereine und dem von dem Förderverein des Sports, der Jugend des Obstbauvereins und den Schützen gemeinsam durchgeführten Adventsmarks mit Hobbyausstellung. Guten Zuspruch erfuhr das "Ostereierschießen für Jedermann" der Wattweiler Schützengesellschaft. Dem Obstbauverein stand in diesem Jahr nicht das Wasser bis zum Hals, sondern der von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern gepresste Apfelsaft. Von einer solchen Apfelschwemme werden wir in den nächsten Jahren wahrscheinlich nur noch träumen können, vor allem dann, wenn die Apfelsaftvorräte in unseren Kellern zur Neige gehen. Die Sängerinnen und Sänger der beiden Wattweiler Chöre haben sich im zurückliegenden Jahr mit Bravour geschlagen und auch beim Adventskonzert ihr hohes Können unter Beweis gestellt. Schade, dass am 2. Adventssonntag nicht mehr Wattweiler den Weg zum Konzert in der Kirche gefunden haben. Proppevoll hingegen war das Sängerheim bei einem ärztlichen Fachvortrag von Chefarzt Dr. Matthias Stopp, der auf Einladung des VdK Wattweiler zum Thema "Herzinfarkt" referierte. Beim Ev. Krankenpftegeverein Wattweiler hat Manfred Carbon, der diesen Verein über mehr als dreißig Jahre geführt hat, für eine Wachablösung gesorgt. Der Seniorentreff erfreut sich weiterhin steigender Beliebtheit und verdient das Prädikat "klein aber fein". Die Wattweiler Feuerwehr muss aufgrund der Ausweitung ihres Einsatzbereiches häufiger ausrücken als früher, doch sie wird auch den gestiegenen Anforderungen mehr als gerecht. Dem Förderverein für Denkmal- und Heimatpflege gebührt Dank für den Blumenschmuck im Oberdorf und die interessanten Ausgaben der Vereinszeitschrift.
Ausblick 2009Gemeindehaus Das Gemeindehaus soll im Jahre 2009 eine neue "Außenhaut" erhalten, d.h. es soll eine Dämmschicht aufgebracht und das Haus neu verputzt werden (Stichwort: Verantwortungsvoller Umgang mit Energie).
Fahrzeug der Feuerwehr, Fahrzeughalle Das Einsatzfahrzeug unserer Feuerwehr ist schon älter als 25 Jahre. Dringlich ist eine Ersatzbeschaffung. Die neuen Fahrzeuge haben viele Vorteile, aber einen gravierenden Nachteil: Sie passen häufig nicht mehr in die vorhandenen Fahrzeughallen. Dies trifft auch auf Wattweiler zu. Für einen Umbau sind die vom Bauamt ermittelten finanziellen Mittel im Haushaltsplanentwurf enthalten. Derzeit wird das Raumprogramm mit den Verantwortlichen der Stadt und des Landes abgestimmt. Für Irritationen sorgte der Vorschlag aus dem Bauamt, auf der gegenüberliegenden Fläche einen Neubau zu errichten. Aus meiner Sicht bleibt zu hoffen, dass sich am vorhandenen Standort ein Umbau realisieren lässt. Diese Hoffnung teilen auch die Wattweiler Wehrleute.
Ortsverschönerung Die erste Runde des Wettbewerbs "Wattweiler blüht auf' wird im März mit der Verleihung der Preise im Rahmen einer Informationsveranstaltung abgeschlossen. Im Jahr 2010 soll eine weitere Runde folgen.
Ortsmittelpunkt Die Planungsphase soll zu einem Abschluss gebracht und die Umsetzung der Planung abschnittweise realisiert werden. Wünschenswert wäre ein Beginn in diesem Jahr.
Neubaugebiet Eine endgültige Festlegung auf ein Neubaugebiet sollte vom neuen Ortsbeirat nach den in diesem Jahr stattfindenden Kommunalwahlen getroffen werden.
Liebe Wattweiler Mitbürgerinnen, liebe Wattweiler Mitbürger, wie Sie sehen, hat sich auch im zurückliegenden Jahr einiges in Wattweiler bewegt und auch im Jahr 2009 wird kein Stillstand eintreten. Ich darf Ihnen für die Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr ganz herzlich danken und Ihnen alles Gute für das vor uns liegende Jahr wünschen.
Mit freundlichen Grüßen Jürgen Kroh Ortsvorsteher
P. S.: Und wiederum meine Bitte: Unterstützen Sie bitte die Wattweiler Vereine und ihre Aktivitäten. Besuchen Sie bitte die Veranstaltungen unserer Vereine. Auch mir ist bewusst: Es geht nicht immer, aber das ein oder andere Mal bestimmt. Und über dies ein oder andere Mal freuen sich unsere Vereine.
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